[Sammelthread] Audioquest Nighthawk / Nightowl

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Randysch
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[Sammelthread] Audioquest Nighthawk / Nightowl

Beitragvon Randysch » Mo 24. Apr 2017, 07:07

Hallo zusammen,
Möchte mich hier direkt mal mit einem eigenen Thread einführen.
Und zwar soll es um den oben genannten Nighthawk gehen.
Warum habe ich diesen KH herausgesucht? Naja ich bin ein Vertreter der etwas! spaßigen Abstimmung, in die der Nighthawk ja scheinbar einzuordnen ist (bisher leider noch nicht selber gehört).
Von den Erfahrungswerten im HF ließt sich für mich, dass der Nighthawk etwas zu "dumpf" ist? Da hier aber viel Fokus auf Mods gelegt wird, habe ich mir gedacht es könnte vielleicht einiges aus ihm heraus zu kitzeln sein.
Ich komme darauf, da der Nighthawk ja scheinbar eine UVP von 600€ hatte und mittlerweile in der Bucht für ca. 250€ verramscht wird.
Wie ist eure Einschätzung dazu? Ist hier ein technisch guter KH für wenig Geld zu bekommen oder ist die Abstimmung so krottig, dass er keinen Absatz findet?
Ich habe gelesen, dass er in Richtung Fidelio X2 gehen soll (welcher mir sehr gefallen hat und übrigens auch ziemlich verramscht wird, allerdings ist der Preisfall hier nicht so extrem). Könnt ihr Vergleiche mit anderen KH ziehen.

Bin gespannt auf eure Meinungen :bier:

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hadisch
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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon hadisch » Mo 24. Apr 2017, 07:21

Über den Nighhawk habe ich das auch gelesen.
Ihn mir aber nie angehört.
Vielleicht hat ihn ein Händler in deiner Nähe um dir ein eigenes Bild zu machen.
Wenn dir aber der Fidelio X2 so gut gefällt, warte mal etwas ab.
Der Mark moddet gerade einen lasmex H 95.
Dann kommst du günstig zu einem Ersatz Fidelio X2.
Lese dir mal den Bericht auf seiner Seite durch.

http://www.miniklangwunder.de/?p=1240

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Hibana » Mo 24. Apr 2017, 09:37

Dieser Kopfhörer hat schon einen sehr eigenen Sound so in der Form hat das sonst kein anderer Kopfhörer aber er hat sehhr viel Bass, aber Komfort ist 10/10.
Hört Musik nicht Kopfhörer ....

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Schlappen » Mo 24. Apr 2017, 09:48

Also interessieren würde mich der Nighthawk schon mal. Aus reiner Neugierde.
Ob der wirklich noch "dunkler" klingt, als ein HD650...wie ja viele behaupten.
Allerdings komme ich mit der seltsamen Optik leider überhaupt nicht klar.
Ich würde ihn dann in einem feschen Ferrari-Rot oder matt-schwarz umlackieren. :hbang:
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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Hibana » Mo 24. Apr 2017, 10:04

Der ist echt schwer zu beschreiben vom Klang her ja geht schon in richtung HD650 grössere Bühne harter Bass aber Komfort muss man echt loben. :top:
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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Randysch » Mo 24. Apr 2017, 11:05

Danke für den Mod Bericht. Es soll tatsächlich einen Händler in meiner Nähe geben, werde ich diese Woche mal aufsuchen :kh:

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon thewas » Mo 24. Apr 2017, 11:08

Ist schon deutlich dunkler auch als der HD650, einer der dunklesten KH überhaupt:
http://www.innerfidelity.com/images/Aud ... wk2015.pdf
http://www.innerfidelity.com/images/SennheiserHD650.pdf
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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Schlappen » Mo 24. Apr 2017, 11:32

Ja, das sieht schon extrem auss, wie der Nighthawk bereits ab 400 Hz in den Keller geht.
Nichts desto trotz muss sich das vom Gesamtklangbild her nicht unbedingt schlechter anhören, als beim Senni, ich hab auch schon Pferde kotzen sehen. ;)

Theo, hast Du den schon mal gehört?
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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon thewas » Mo 24. Apr 2017, 11:45

Leider nicht.

Das schöne oder schlechte (kommt auf die Sichtweise an) ist dass sich unsere Wahrnehmung sehr schnell an gleichmäßige (also ohne Peaks) helle oder dunkle Tonalitäten anpasst solange wir keine Vergleichsalternativen haben, erst wenn man dann eine andere Tonalität hört, merkt man wie seltsam/künstlich z.B. extrem helle oder dunke Tonalitäten wirken. Wobei für mich eigentlich wichtig nur ein gleichmäßiger FG ohne schmale Peaks und Dips (die meistens im Zusammenhang mit Zeitzervallspektrum und/oder Klirrprobleme stehen) ist, denn Tonalitäten kann man leicht per EQ korrigieren/anpassen, während Klirr, Intermodulation und Zeitbereichsprobleme nicht. Zudem ja leider unterschiedliche Aufnahmen/Alben anders abgemischt sind und so das eine mit Frequenzgang A richtiger klingt und das andere mit B.
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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Robodoc » Mo 24. Apr 2017, 12:27

Die Audioquest Leute sind ja immer unsere Standnachbarn auf der CanJam in Essen gewesen (leider gewesen, weil die CanJam verlegt werden soll). Daher kenne ich den Nighthawk aus der ersten Präsentation 2015 ganz gut. Die hier schon öfter beschriebene Einschätzung, dunkel, dunkler wie der HD650, kann ich teilen. Der Nighthawk hat mir während der 2015er CJ nicht so sonderlich gut gefallen ... ich weiß aber auch warum. Das hat eben mit der Abstimmung zu tun. Ich war damals am neuen Stax Lambda interessiert und auf unserem eigenen Stand haben wir den OE1 Prototyp von Neumann präsentiert. Diese Hörer haben eine total andere Signatur als der Nighthawk und so hat der Effekt zugeschlagen, den Thewas gerade beschrieben hat. Es klang so stark "anders" als das, was mich interessierte. So, dass ich dort nicht bereit war, den Hörer ernst zu nehmen.

Zudem bin ich auf der CanJam damals einem gruppendynamischen Phänomen erlegen, für das ich mich später noch bei den Audioquest Leuten entschuldigt habe. Die Stimmung dort war auch im allgemeinen schon etwas polarisiert gegen diesen neuen Hörer und die neue Truppe in dem Markt, die ja auch durch Kabel mit exorbitanten Preisen ihren Lebensunterhalt verdienen. Die beiden Holländer im Audioquest Tisch hatten es teilweise schwer mit daraus resultierenden Vorurteilen, Kabelklang am Mumpfhörer.

Bei der CanJam 2016 dann stand bei Audioquest ein anderer Hörer im Fokus des Interesses und ich konnte lange den Nighthwak hören und ja ... diesmal würde ich sagen ... geniessen. Mittlerweile selbst etwas dunkler fixiert, mit einem HD650 Sound im Ohr und dem OMG in geschlossen als Lieblinge. Da passte das weit aus besser.

Lessons learned: Es kommt halt immer drauf an. Wem der HD650 zu mumpfig ist - und da gibt es viele - für den ist der Nighthawk nicht der richtige Hörer. Er spielt sehr relaxed, ermüdungsfrei, niemals angestrengt, macht keine Fehler, ist ein super hochwertiger Hörer und einfach schön. Ich glaube auch, messtechnisch ist der in Ordnung. Hatte das während der CanJam schon mal recherchiert, weil mich das interessiert hat. Wenn man den tatsächlich für 250 Taler bekommt, dann ist das ein gewaltiges Schnäppchen. Auch sicherlich eines, das man im Notfall auch wieder los wird. Mir tun halt nur die Leute irgendwie leid, die mal den Listenpreis gezahlt haben.

Aber eins ist sicher: Auf der dunklen Seite der Macht stehen du musst, junger Yedi.

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Schlappen » Mo 24. Apr 2017, 13:09

Robodoc hat geschrieben:Aber eins ist sicher: Auf der dunklen Seite der Macht stehen du musst, junger Yedi.

So ist es. :top:

Ich bin mir auch immer noch ziemlich sicher, dass ein eher dunkel abgestimmter Kopfhörer eher unserem natürlichen Hören in der Natur entspricht, als ein tendenziell eher heller abgestimmtes Modell (auch wenn letztere vielleicht etwas spritziger, frischer, klarer klingen und Dir Details quasi um die Ohren hauen. Aber ist das die Realität?

ZeeeM hatte dazu mal ein schönes Beispiel gebracht. Bei den meisten - eher hell abgestimmten - Hörern klingt "Applaus" wie brutzelnde Spiegeleier in der Pfanne. Und ich muss ihm Recht geben. ;)
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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Hibana » Mo 24. Apr 2017, 13:20

War das nicht der Regen :lol:
Hört Musik nicht Kopfhörer ....

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Schlappen » Mo 24. Apr 2017, 13:26

Ja, Regen auch. :mrgreen:

Ich stell mir gerade jemanden vor, der nur über helle Kopfhörer hört und seine Frau steht in der Küche und brät ihm Spiegeleier und er sagt zu seiner Frau: "Schatz, mach mal das Fenster zu, es regnet"... :opa:
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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon thewas » Mo 24. Apr 2017, 13:43

Wobei bei jeder Aufnahme leider sehr viele unbekannte Variablen reinspucken, z.B. wie nimmt man auf und mischt man ab:
http://seanolive.blogspot.com/2009/10/a ... usion.html

Ich bin persönlich zu Hause zwar auch eher Fan von dunkleren Lautsprechern und KH aber viele Instrumente live haben oft anschreiende härte / Höhen, die dunklere Lautsprecher oder KH milder wiedergeben, wobei man ja leider nie weiß wie was aufgenommen und abgemischt wurde, der oben gezeigte Teufelskreis der Hifi/Musikbranche. Es ist auch die Frage was für jeden individuell höhere Priorität hat, Genuss oder Realismus, beides ist valide solange man selber keine Musik abmischt.

Es ist aber schon lange Zeit dass es im Hifi Bereich einheitliche Standards beim Aufnehmen und Abmischen gibt so dass man dann beim Wunsch der Wiedergabe so wie die Künstler sie gewollt haben diese zuhause annähern kann, gerade bei Kopfhörern sind wir da leider noch im Mittelalter wobei Harman/Olive/Welti erfreulicherweise da einen Stein ins Rollen gebracht haben.
http://www.innerfidelity.com/content/ac ... rget-curve
http://www.innerfidelity.com/content/wa ... nts-harman
:bier:

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon hadisch » Mo 24. Apr 2017, 13:44

Ich stell mir gerade jemanden vor, der nur über helle Kopfhörer hört und seine Frau steht in der Küche und brät ihm Spiegeleier und er sagt

Wow, habe ich heute Höhen.
Muss am Kieselstein liegen, den Hans gestern vorbei gebracht hat. :lol:

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon frale » Di 25. Apr 2017, 05:14

Hi
also ich nutze fast ausschließlich den NH, 1. Version. Sicher klingt er dunkler als andere Kopfhörer, muss man sich etwas reinhören, aber kein bezahlbarer KH kann mMn ein Klavier so richtig wiedergeben, nämlich nicht ausgedünnt im unteren Mittenbereich und mit Schmackes. Die Bühne ist schön groß (der 650 klingt mir zu eng) und er ist saubequem. Allerdings braucht er wirklich sehr lange zum Einspielen, die ersten 50 Stunden klingt er nicht so frei und locker, beim ersten Nutzen sogar echt gruselig. Was er aber braucht, damit macht er dann auch keinen übertriebenen Bass, sondern echten "Tiefbass", ist einen eher niederohmigen KH- Ausgang (hat ca. 26 Ohm, also nach der Achtelregel maximal 3 Ohm). Surrondreceiverklinke und Smartphone iss nich. Kann man machen, klingt kacke.
Ich habe übrigens den bereits reduzierten NP bezahlt, als die Carbons im Anmarsch waren. Aber mir egal, beim Auto und Frauen ist der Preisverfall noch höher ;) und er muckt wenigstens nicht rum, sondern macht was ich will.
Kleiner Exkurs zur CanJam: das war ja immer ne gute Gelegenheit, alle möglichen Hörer zu hören (z.B. die Kopfschraube von MalValve und andere Gurken), u.a. eben auch die AQs. Dazu muss man seine müden Knochen aber auch mal da hingeschleppt haben und verbindlich werden :mrgreen: . Das Vergnügen wird den Ruhris nun wohl verschlossen bleiben, schade.

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Robodoc » Di 25. Apr 2017, 08:56

Ich habe gerade mal einen der Ausverkaufnighthawks geschossen :mad:
... nach Franks Kommentar (ich wusste ja schon dass da sowas in der Art kommen wird) ... da dachte ich, ich probier den jetzt einfach noch mal. Zu dem Tarif kann man nicht viel verkehrt machen und ich habe ja oben schon gesagt, dass ich den Nighthawk anfangs - aus Gründen für den der Hörer nichts kann - wahrscheinlich falsch eingeschätzt habe. Ich bin Fan des HD650 geworden und die anfangs ungewohnte dunkle Signatur der 650er gefällt mir momentan sehr gut. Von daher könnte der Nighthawk ein Treffer werden.

Zudem ist mir noch eingefallen: es gab auf der letzten CanJam ein Gerücht, dass die CanJam Nighthawks in 2015 dunkler abgestimmt waren als die aktuellen. Das würde vielleicht auch die unterschiedliche Perzeption begründen, die ich gestern versucht habe zu erklären.

Wie auch immer, das Ding ist unterwegs. Im Laufe der nächsten Woche voraussichtlich werde ich nochmal was dazu sagen :kh:

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon hadisch » Di 25. Apr 2017, 09:43

Ich habe gerade mal einen der Ausverkaufnighthawks geschossen :mad:

Heute Morgen dachte ich auch daran.
Habe mir aber überlegt, da ich nun das modden entdeckt habe, da noch vieles lernen muss,und mich deshalb erst mit dem Lasmex und Fostex t20RP MK3 beschäftige.
Dann sehe ich weiter.

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon thewas » Di 25. Apr 2017, 10:16

Habe mir eben die Innerfidelity Messungen nochmal angeschaut und für den jetzigen Marktpreis finde ich ihn schon sehr verlockend, hätte ich mir nicht vor kurzem andere Audiogeräte gekauft wäre ich schwach geworden.
Bin gespannt auf Hans Bericht. :kh:
:bier:

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon hadisch » Di 25. Apr 2017, 10:23

Einen neuen habe ich für 299,-€ gefunden.
Hast du noch bessere Preise gefunden?

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » Di 25. Apr 2017, 10:29

Als ich den Nighthawk und den Nightowl im KH-Studio hier in Berlin zur Probe gehört hatte, beide um 600€, war mir das für den Preis ehrlich gesagt nicht gut genug. Die Bass-Abstimmung war nicht das Problem, eher dass der Oberbass des Nighthawk im Bereich 100-200Hz mir zu dominant war. Möglicherweise bin ich in dem Bereich sensibel, besonders dann, wenn im Mittel-/Hochton der klare Gegenpol fehlt.

Allerdings nun für 300€... warum nicht? :hbang:

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Robodoc » Di 25. Apr 2017, 10:57

Foto Video Smits B.V. aus Arnhem ist Rechnungsersteller. Ich habe da schon mal gekauft, funktioniert sehr gut.
Ebay 299 Euro. In Ebay bieten die oft günstiger an als im eigenen Shop.

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » Di 25. Apr 2017, 11:03

Als Aussteller mit Originalverpackung sogar für 279-€ vom selben Händler. :top:

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Robodoc » Di 25. Apr 2017, 11:05

Ja habe ich auch gesehen .... das werden die Rückläufer sein. Die verkaufen ja anscheinend eine ganze Palette und über Ebay kommt gewiss auch was zurück. Kann gut sein, dass das ein noch besserer Deal ist.

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Randysch » Di 25. Apr 2017, 15:31

Ich habe die Tage eine Auktion bei ebay verfolgt. Da ging ein Rückläufer für 230€ weg.
Ich konnte heute den Nighthawk in schwarz Version 2? und einen B&W P7 beim Händler hören.
Betrieben wurde der Nighthawk am Galaxy S7 und fand dass schon in Ordnung! Gut wenn man richtig Gas geben will brauchte ich volle Lautstärke.
Mir hat der Nighthawk gut gefallen, laut Verkäufer ein besserer HD650 :smoke:
Er ist schon warm ja und super smooth, keinerlei Spitze höhen.
Hat genug Tiefbass, für mich genau richtig, ich mag allerdings auch gerne etwas! spaßig. Ich empfand den Bass zu keiner Zeit übertrieben.
Er dickt auch den Grundton nicht sonderlich an, klar schon etwas aber lässt sich sehr gut hören.
Die Bühne fand ich sehr gut, dort klingt er sehr luftig, erstaunlich wie ich fand für ja eigentlich einen halboffenen.
Vergleich zum ebenfalls gehörten P7:
P7 hatte stärkeren Kickbass, Höhen waren spritziger, an manchen Stellen allerdings zu harsch. Von Klangbild ein ebenfalls warmer KH.
Eine Mischung aus beiden, hätte mir sehr gut gefallen

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon hadisch » Do 27. Apr 2017, 06:59

Habe einen Bericht gelesen über den Nighhawk.
Trifft dies zu?

"Was den NightHawk ebenfalls „ein bisschen anders“ macht, ist die Lokalisation der Klangquellen und die Raumaufteilung als solche. Kopfhörer neigen konstruktionsbedingt dazu, die virtuelle Bühne eher axial aufzubauen und nicht frontal, wie es bei Lautsprechern der Fall ist. Es gibt Ausnahmen, etwa bei den höherpreisigen Ultrasone-Modellen, wo man durch eine veränderte Treiberanordnung mit recht guten Ergebnissen versucht, eine Beschallung von vorne und nicht von den Seiten zu simulieren. Ähnlich klingt das auch beim NightHawk: Im Vergleich zu vielen anderen mir bekannten Kopfhörern finde ich eine erstaunlich realistische „Bühne“ vor, die eher an die Darbietung von Lautsprechern erinnert."

Hier ist der Link zum ganzen Test:

https://www.fidelity-magazin.de/2016/06 ... opfhoerer/

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » Do 27. Apr 2017, 07:12

Oh... interessant.

Was der Autor beschreibt, erlebe ich genauso mit dem Focal Elear und anderen gemoddeten KHs. Beim Nighthawk und auch beim Nightowöl jeweils Carbon klappt das bei mir nicht so recht, da ich klanglich mit ihnen nicht in Richtung kleinster gemeinsamer Nenner gekommen bin. Durch die doch recht oberbassige, warme Abstimmung klang das bei dem Nighthawk nicht “richtig“.
Ja, die frontale Bühne baut sich auf, besser gesagt eher ein Halbkreis um mich herum. Dabei sind die Instrumente, die Bass produzieren ganz links und rechts angeordnet, so dass bei Jazz z.B. Kontrabässe gern einen Besuch auch direkt im Kopf abstatten. :wall:

Aber wie immer ist das nur meine persönliche Erfahrung.

Am Ende ein konkretes Beispiel.
Patricia Barber “Black Magic Woman“ als live Aufnahme. Ein geniales Stück.
Doch genau da spielte der Kontrabass plötzlich neben mir am Tisch während die Barber vor mir auf der Bühne steht und singt und im Background links und rechts von der Orgel und dem Schlagzeug begleitet wird.

Mit anderen Kopfhörern spielt der Bass auch da wo er soll, auf gleicher Höhe neben der Barber auf der Bühne frontal vor mir.

So ist das. ;)

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon Schlappen » Do 27. Apr 2017, 07:50

Was manche Redakteure doch für einen Unsinn zusammenschreiben... :fpalm:
Als wenn die Ohrpolster aus diesem Liquid Wood bestehen... :mad:

Ein neues Material namens „Liquid Wood“ kommt hier zum Einsatz. Es handelt sich dabei um einen Mix aus Pflanzenfasern, die erhitzt und verflüssigt werden und dann im Spritzgussverfahren ihre Form erhalten. Nach dem Erkalten wahren sie diese, sind aber doch erstaunlich flexibel und passen sich – das ist kein leeres Werbeversprechen – in der Tat perfekt an die Physiognomie ihres Trägers an. Optisch wie haptisch erinnern sie dabei an feines Leder.

https://www.fidelity-magazin.de/2016/06 ... opfhoerer/
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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon thewas » Do 27. Apr 2017, 08:55

Bezüglich richtiger frontaler Lokalisation wie bei Lautsprechern bzw. Live Musik, eigentlich funktioniert das nur mit dementsprechenden binauralen Aufnahmen und persönlichen eigenen HRTF Entzerrungen, so wie z.B. mittels Smyth Realiser oder der Methode von David Griesinger
http://www.smyth-research.com/
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 92067.html
https://www.youtube.com/watch?v=1VaKZr208Dc
Dass ein KH durch Zufall genau der persönlichen HRTF in den Blauertschen richtungsbestimmenden Frequenzbändern passt ist eher der "6er im Lotto" und die minimal breiteren oder wenige cm vorderen Abbildungen von manchen KH ist im Vergleich nicht der Rede wert und teilweise auch der Erwartungshaltung verschuldet oder passiert bei manchen Instrumenten die tonal der Blauertschen Bänder am nähsten sind aber nicht für den Rest der Aufnahme.
:bier:

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Re: Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » Do 27. Apr 2017, 09:38

Das ist für eine perfekte Abbildung im physikalischen Sinn sicher alles richtig.

Dennoch gibt es ein Komponente, die in der Betrachtung nicht berücksichtigt wird.

Unser eigenes DSP fehlt dabei.
Was wir hören vergleicht unser Gehirn stets mit dem, was wir kennen und abgespeichert haben.
Hat jemand noch nie das Quietschen eines zu langen Kreidestücks auf der Schultafel gehört, würde ein solches Geräusch damit nicht in Verbindung gebracht werden. Kennen wir aber dieses besondere Geräusch, ordnen wir auch die unterschiedlichst ausgeprägten Tafelquietscher richtig zu.

Ein konkretes Beispiel, was ich immer wieder gern nenne ist eine Atmo Aufnahme mit meinem Tascam DR05 auf meinem Wohnzimmertisch stehend. Ich nehme einfach mitten am Tag so eine Stunde die Umgebung auf, die ich sehr gut kenne und täglich höre.

Mit dieser Aufnahme teste ich dann am Abend gern neue Kopfhörer. Ich weiß, dass es sich um eine Raumaufnahme vom Nachmittag handelt, die ich allerdings nicht miterlebt habe.

Es gibt viele Kopfhörer, bei denen ich dann zuhöre und auch die räumliche Abbildung okay ist, dennoch weiß ich weiter, dass es eine Aufnahme ist.

Einige Kopfhörer lassen mich das aber räumlich so wahrnehmen, dass ich tatsächlich viele Geräusche höre, als hörte ich sie live.

Und bei nur ganz wenigen passt alles, so dass ich mich schon am Abend aufgeregt habe, dass die Mädels im Zimmer rumschnattern statt zu schlafen. Nachdem meine Frau mich beim ersten Mal gefragt hat, ob ich halluziniere, war mir erst bewusst, dass ich eine Aufnahme abgehört hatte.
Und kurios ist, das passiert mir ab und an erneut, obwohl ich ja weiß, dass ich eine Aufnahme anhöre.

Und das alles, obwohl ich keinerlei Aufwand betrieben habe entsprechend Blauert.

Übrigens klappt das bei meinem Freund gar nicht. Und ja, der hat in seiner Jugend durch zu viele zu laute Konzertbesuche sein Gehör beschädigt. Sage ich “oh... viel Bass“ nennt er mich Treble-Head, mit brillanten Höhen genauso.
Der findet zum Beispiel den DT990 in Reinform gerade richtig. Und von Bühne spricht mein Freund nie, der kann nur Stereo, sagt er selbst.


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