Einspielen eines Audioquest Nighthawk

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Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » Sa 27. Mai 2017, 20:29

Audioquest Nighthawk

0 Stunden Spielzeit

Temperatur: 24,3°C
Luftfeuchtigkeit: 31°
Uhrzeit: 22:00 Uhr

7 Messungen in unterschiedlichen, leicht veränderten Positionen, Ohr im Innern des Polsters positioniert jeweils bis maximal Berührung des Polsters von innen. Eingang äußerer Gehörgang somit immer im unteren Drittel, also im sich verjüngenden Innenbereich gelegen. Diese Messungen werden so immer wieder durchgeführt.

2017-05-27_22.16.34-1024x1024.jpg
2017-05-27_22.16.34-1024x1024.jpg (149.94 KiB) 1396 mal betrachtet


Hier die Messungen inklusive der gemittelten Kurve.

Nighthawk 0Stunden.jpg
Nighthawk 0Stunden.jpg (93.85 KiB) 1396 mal betrachtet


Na dann mal sehen, was sich morgen Abend ergibt.

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Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » So 28. Mai 2017, 07:26

Im selben Artikel, den Theo verlinkt hat, wurde auch der schlechte Seal des Nighthawk angesprochen und es wird dargestellt, wie sich der Seal über perfekt anliegend, Brillenträger und unten "offen" darstellt.

Unten offen entspricht in etwa der Kurve, wie ich sie nach dem Auspacken ermittelt habe. Doch bei meinem Messkopf liegt alles sehr dicht an.
Ich habe nun einfach aus Neugierde eine neue Messung gemacht ohne den Kopfhörer seit gestern auf dem Kopf bewegt zu haben.


Hier das Ergebnis nach 10 Stunden Einspielzeit...

Parameter im Raum: 24,2°C, 35% Luftfeuchtigkeit
Uhrzeit: 8:30 Uhr -> Spielzeit 10 Stunden

Nighthawk 10Stunden.jpg
Nighthawk 10Stunden.jpg (101.11 KiB) 1378 mal betrachtet


Meine Vermutung ist, dass die doch recht steifen Pads erst einmal geschmeidig werden müssen bzw der innere Schaumstoff erst einmal "gecrashed" werden muss.

Kleiner Exkurs:
Bei einer Reparatur unseres Sofas zu Hause hat ein Polsterer mir erklärt, dass bei sehr guten Sofas nach dem "Crashen", was etwa in den ersten 3 bis 4 Wochen bei täglichem Sitzen auf der gleichen Stelle passiert, etwa 80% der ursprünglichen Belastungsfähigkeit dauerhaft bleiben, schlechte Sofas hingegen können nicht selten bis auf 40% nach knapp 3 Jahren absinken. Das bedeutet, der Schaumstoff richtet sich zwar wieder auf, doch die Belastungsfähigkeit nimmt ab. Das ist wohl dann auch das Geheimnis von Sofas mit dauerhaft fester Sitzfläche und eher weichen Sitzmöbeln. Es gibt sogar Hersteller, die bewusst weich ausgelegte Sitzmöbel ab Werk crashen, damit beim Kunden später keine Reklamationen zu erwarten sind.

Nun der Bogen zurück zu unseren Kopfhörern. Analog bei den Pads ist im Prinzip ja für ein besseres Anschmiegen und einen besseren Seal das beschriebene "weiche" Verhalten wünschenswert und das braucht Zeit... 150 Stunden vielleicht? ;)


Jetzt fehlen eigentlich noch zwei Testkandidaten für weitere Untersuchungen.

1. 150 Stunden einspielen, ohne dass die Polster irgendwo angedrückt werden -> Polster wären raus aus den 150 Stunden
2. 150 Stunden den Kopfhörer unbespielt auf einen Kopfersatz setzen -> nur Polster würden auf das "Crashen" hin getestet
-> hierfür würden auch nur ein neuer Satz Pads ausreichen

@Hans & @DocSny
Wie lange hattet ihr eure Pads in Benutzung?

@All
Hat vielleicht sonst jemand nur wenige Stunden benutzte Polster des NH und würde mir sie für den Test überlassen?
Danach würde ich sie natürlich zurück senden.


Zurück zur Messung ->

Zumindest nach 10 Stunden ist schon schön zu erkennen, dass insbesondere im Tiefbass bis hinauf zu 400Hz sich einiges getan hat (+4dB bei 40 Hz, +3dB bei 100Hz, +1dB bei 200Hz) und das weder per Psychoakustik noch durch Gewöhnungseffekt. Ab 400 Herz zeigt sich allerdings quasi nichts an Veränderung.

Ich bin auf die 20 Stunden Messung gespannt heute Abend, bis dahin läuft der NH auf dem Messkopf verbleiben bei 80-90 dB im Musikmix weiter.

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon Robodoc » So 28. Mai 2017, 16:15

Auf Wunsch von Mark (MLSensai) habe ich diese Sache mit seinem Experiment zum "Einspielen" vom NH Thread abgetrennt.

Hier bitte nur inhaltlich zu dem Experiment posten!

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » So 28. Mai 2017, 20:30

Nach 20 Stunden Einspielzeit

Raumtemperatur: 25,5°C
Luftfeuchtigkeit 36%
Uhrzeit: 22:10

Spielzeit knapp 21 Stunden im Musikmix bei 80-90 dB


Nighthawk 20Stunden.jpg
Nighthawk 20Stunden.jpg (101.69 KiB) 1289 mal betrachtet



Nach 20 Stunden zeigt sich nun ein fast analoges Bild zu der Messung nach 10 Stunden. Auch jetzt ein erneuter Anstieg des Basses.
Zwar nicht mehr so dramatisch, jedoch immer noch +2dB bei 40Hz und +1dB bei 100Hz und bei 250Hz wird sie wieder mit der 10 Stunden Kurve nahzu deckungsgleich. Das lässt hoffen, dass sich im Tiefbass noch etwas nach oben bewegen wird.
Im Hochton gibt es ganz leichte Unterschiede ab etwa 13kHz... das kann aber auch von minimaler Positionsänderung vom Tragen des Messkopfes mit aufgesetztem Kopfhörer herrühren.

Morgen Abend dann die 30 Stunden Messung.
Zuletzt geändert von MLSensai am Mo 29. Mai 2017, 19:39, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon Firschi » So 28. Mai 2017, 20:47

Ich würde das der Erfahrung nach auf einen sich verbessernden Seal zurückführen. Dennoch erstaunlich, dass die Unterschiede doch recht deutlich ausfallen. Hast du zufälligweise die Höhe der Polster gemessen?

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » So 28. Mai 2017, 21:23

Die lässt sich so gut wie gar nicht messen... das sind von außen vielleicht 1mm maximal 2 mm Unterschied. Ich will die jetzt auch nicht runter nehmen. Das ziehe ich jetzt erstmal so durch.

Ich erinnere mich aber, dass die Auflagefächen nach außen gewölbt sind. Wenn die "platter" werden, dann sollten da knapp 5mm möglich sein.
Wie gesagt. durch die vernähte Außenwand ist das so nun nicht erkennbar.

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon Firschi » So 28. Mai 2017, 21:29

Verstehe. Ich bin jedenfalls schon auf weitere Messungen nach längerer Einspieldauer gespannt. Und auch darauf, ob die Effekte wieder "weg" gehen, wenn die Polster einige Zeit unbenutzt waren.

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » So 28. Mai 2017, 22:04

Auch eine interessante Frage, doch wenn meine Crash-Theorie stimmt, dann dürften die Polster künftig immer sofort nach dem Aufsetzen die "Endform" annehmen.

Schon toll, was man aufgrund eines Beipackzettels mit "150 Stunden Einspielzeit" alles machen kann, außer Musik mit dem NH zu hören.
Sehr geschickt von Audioquest. Gib dem Manne was zum Spielen. :yeah:

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » Mo 29. Mai 2017, 19:20

Nach 40 Stunden Einspielzeit

Raumtemperatur: 23,7°C
Luftfeuchtigkeit 39%
Uhrzeit: 20:30

Spielzeit knapp 43 Stunden im Musikmix bei 80-90 dB


Nighthawk 40Stunden.jpg
Nighthawk 40Stunden.jpg (103.71 KiB) 1289 mal betrachtet



Das hätte ich nach 40 Stunden so nicht erwartet. Ab 250Hz kaum Änderung. Im Bassbereich allerdings noch ein gutes Stück nach oben gerutscht.
Besonder unter 80Hz (dort ist nun ein leichter Knick zu sehen) eine besondere Steigerung. Holla!
Zuletzt geändert von MLSensai am Mo 29. Mai 2017, 19:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon DocSny » Mo 29. Mai 2017, 19:26

Danke Mark, schön wie du das dokumentierst. Der 80Hz Knick ist bestimmt fürs "Federn" zuständig ;)

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon Schlappen » Mo 29. Mai 2017, 19:43

Wow, bei 40 Hz schon satte 10 dB mehr Pegel.

Aber ist das nicht genau das, was man erwarten konnte, bzgl. Einspielen?
Es ändert sich lediglich der Pegel im Tiefbass, durch mit der Zeit zunehmendem Seal, weil die Polster halt immer platter werden, und sich dadurch immer besser der Kopfform anpassen.
Das heißt wahrscheinlich auch, dass sie nach dem Absetzen nicht wieder komplett in ihre vorherige Position zurück gehen.

Mit anderen Worten, der Treiber selbst spielt sich nicht ein, sonst wären auch Änderungen im Mittel-und Hochton sichtbar.

Oder hab ich jetzt irgendwas nicht mitgekriegt? :???:
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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » Mo 29. Mai 2017, 20:01

Bezüglich Bass und Seal kommt kann das sicherlich hinkommen. Doch warten wir erstmal ab... es sollen ja mindestens 150 Stunden Einspielzeit sein.
Wer weiß, was da noch alles passiert :mad:

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon DocSny » Mo 29. Mai 2017, 20:13

Ich mag nicht so recht an die Crunch-Polster Theorie glauben, ich hatte den NH 70h auf dem Tisch liegen und er hat eine meiner Meinung nach deutlich hörbare Veränderung erfahren.

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Re: Einspielen einbes Audioquest Nighthawk

Beitragvon Schlappen » Mo 29. Mai 2017, 21:17

Ich denke, es handelt sich da um dieses "memory-foam". welches nach dem Absetzen nicht wieder vollständig in die Ausgangsform zurück geht.
Wie der Name halt schon sagt, "merkt" sich der Schaumstoff eine bestimmte Verformung und kann diese recht schnell wieder herstellen. Und mit der Zeit passt sich der Schaumstoff immer besser der Kopfform an bzw. dichtet immer besser ab.
So viel zum zunehmenden Tiefbass.

Der Rest an "Klangänderung" ist meiner Meinung nach eher eine (erfüllten) Erwartungshaltung geschuldet, hat also eher psychoakustische Gründe.
Siehe hierzu auch "self-fulfilling prophecy".
Man ist unzufrieden und reagiert entsprechend und erwartet/erhofft/wünscht sich dadurch eine Verbesserung. Die dann auch eintritt, jedenfalls für den Hörenden.
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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon DocSny » Mo 29. Mai 2017, 22:20

Na gut dann halt so....

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » Di 30. Mai 2017, 04:29

Die Haupteigenschaft von Memory Foam ist, dass diese Verformungsfreudigkeit durch Wärme unterstützt wird. Je wärmer der Schaumstoff, desto mehr drückt er ein, so dass er sich überall optimal anschmiegen kann. Beim Kopfhörer dauert diese Erwärmung ein paar Minuten.

Ohne Druck geht der Schaumstoff langsam in seine Ausgangsposition zurück. Setzt man z.B. einen Kopfhörer mit solchen Pads kurzzeitig ab, dann ist beim Wiederaufsetzen das Polster noch warm und “erinnert“ sich an seine Verformungsfreudigkeit. Der Kopfhörer ist sofort wieder optimal angeschmiegt.

Doch auch hier gibt es eine Art Konditionierung. Nach etlichen Stunden hat der Schaumstoff an Weichheit zugenommen und schmiegt sich deswegen schon besser an.


Was das Einspielen frei auf dem Tisch liegend angeht, dazu kann ich nichts konkretes sagen. Diese Art Break In wäre ja noch zu prüfen. Nur habe ich keinen zweiten nagelneuen Nighthawk.

Wahrscheinlich zeigen meine Messungen ja auch eine Mischung aus beidem.
Unbestritten ist, der Klang im Bassbereich ändert sich zumindest in den ersten 50 Stunden schon auffällig.

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon Firschi » Di 30. Mai 2017, 07:22

Meiner Meinung nach sind diese Veränderungen (nahezu) ausschließlich den Polstern geschuldet. Eine Freifeldmessung eines Treibers könnte Aufschlüsse bringen :sheep:

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon DocSny » Di 30. Mai 2017, 08:23

Im Prinzip müsste mann "nur" nach all den Messungen von Mark fabrikneue Polster aufziehen und schauen wie er sich dann misst.

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon Schlappen » Di 30. Mai 2017, 09:13

Firschi hat geschrieben:Meiner Meinung nach sind diese Veränderungen (nahezu) ausschließlich den Polstern geschuldet.

Genau so sehe ich das auch.
Interessant wäre jetzt allenfalls zu gucken, wieviel Pegel-Zuwachs im Tiefbass überhaupt möglich ist. Vielleicht könnte man dazu den Hörer mal 50 Std. oder so ununterbrochen auf dem Messkopf drauf lassen, dass sich die Polster maximal anpassen. Irgendwo ist dann ja auch ne Grenze erreicht.

Oder das ganze mal mit Brainwavz Polstern wiederholen. Dazu bräuchte man nagelneue.
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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » Di 30. Mai 2017, 11:00

Also...

1. Bisher sitzt der NH unverändert auf dem Messkopf seit Stunde 0

2. Neue Brainwavz Polster Hybrid habe ich, die kann ich gern dann auch so testen -> allerdings ist nicht gesagt, dass die sich wie die Originalpolster verhalten
-> besser wären da nagelneue NH Polster... die Frage hatte ich ja schon gestellt, ob die jemand zur Verfügung stellen kann/möchte

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon Schlappen » Di 30. Mai 2017, 12:38

MLSensai hat geschrieben:Also...
1. Bisher sitzt der NH unverändert auf dem Messkopf seit Stunde 0

Ach so, Du hattest ihn die ganze Zeit über auf dem Messkopf?? Dann hab ich da was falsch verstanden. Ich hatte gedacht, Du hättest ihn immer nur kurz für eine Messung aufgesetzt und dann wieder runtergenommen. :shokk: Dementsprechend fielen ja auch meine Kommentare aus. ;)
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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon hadisch » Di 30. Mai 2017, 15:28

. Es ändert sich lediglich der Pegel im Tiefbass, durch mit der Zeit zunehmendem Seal, weil die Polster halt immer platter werden, und sich dadurch immer besser der Kopfform anpassen.

Könnte versuchen,wenn ich wieder Zuhause bin und der neue T20 ankommt-
3-4 Tage auf der Messstation lassen ohne einspielen und jeden Tag messen. :opa:

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » Di 30. Mai 2017, 16:35

@Hadisch
Nein... ich habe mich in Geduld geübt. Heute Abend werde ich ihn aber ausgiebig hören. ;)

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » Di 30. Mai 2017, 19:02

Nach ca. 60 Stunden Einspielzeit

Raumtemperatur: 24,7°C
Luftfeuchtigkeit 37%
Uhrzeit: 20:45

Spielzeit knapp 62 Stunden im Musikmix bei 80-90 dB
Nighthawk 60Stunden.jpg
Nighthawk 60Stunden.jpg (105.44 KiB) 1190 mal betrachtet


Der Übersichtlichkeit halber habe ich dieses Mal nur 0h, 40h, und 60h dargestellt.
Selbst jetzt hat der Kopfhörer im Bass nochmal zugelegt.
Interessant ist aber, dass jetzt auch im Bereich der Mitten undf Höhen sich etwas getan hat.
Signifikant ist dabei die Änderung des Bereichs 5,5kHz bis 8kHz. Dort ist eine Anhebung von breitbandig 2dB zu sehen.
Das dürfte für das "Sich-Öffnen" verantwortlich sein.

Vor Stunde 0 habe ich den NH kurz gehört und habe ihn als leicht verhangen und zu viel Oberbass empfunden.
Jetzt nach etwas über 60 Stunden habe ich einen komplett anderen Höreindruck.

Ich darf sagen, ein sehr interessantes Experiment. Schon jetzt nach nur 60 Stunden sind tatsächlich deutlich hörbare Änderungen eingetreten, die NICHTS mit einem Gewöhnungseffekt des Gehirns zu tun haben.

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon Schlappen » Di 30. Mai 2017, 19:35

Aber nur, wenn man ihn 60 Std. lang ununterbrochen auf der Rübe hat, und die Pads mittlerweile so "festgeklebt" sind, dass es nahezu perfekten Seal gibt. ;)

Viele berichten ja von Einspieleffekten nach X Stunden, während der Hörer dabei in der oft zitierten Schublade liegt.

Evt. wäre eine Messung realistischer, bei der der Hörer täglich 1-2 Std. auf dem Messkopf liegt, und die restliche Zeit die Polster sich "erholen" können.
Dann könnte man auch sehen, inwieweit sie nach dem Absetzen wieder in ihre ursprüngliche Form zurück gehen, bzw. wie lange sie jeweils brauchen, um sich anzupassen.
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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon Robodoc » Di 30. Mai 2017, 19:38

uii ... das räumt aber mit einigen alten Weisheiten auf. Viele Kopfhörerfreunde wird das in große Aufregung versetzen und so mancher mag das bestimmt nicht glauben. Wir dachten doch alle, das Gehirn wird eingespielt, nicht die Membran.

Ich kann mir vorstellen, dass so mancher Zeitgenosse mit großem Ego und wenig Einfühlungsvermögen das nicht akzeptieren wird.

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon thewas » Di 30. Mai 2017, 19:44

Evt. wäre eine Messung realistischer, bei der der Hörer täglich 1-2 Std. auf dem Messkopf liegt, und die restliche Zeit die Polster sich "erholen" können.
Dann könnte man auch sehen, inwieweit sie nach dem Absetzen wieder in ihre ursprüngliche Form zurück gehen, bzw. wie lange sie jeweils brauchen, um sich anzupassen.

Oder wenige Minuten oder Stunden auf einen normalen menschlichen Kopf, vielleicht passiert die Anpassung/Aufweichung der Polster durch das übliche öftere verschieben und auf- und ablegen dort viel schneller.
Das soll auf keinen Fall den oberen Versuch schmälern, sondern eventuelle weitere Versuche für andere anregen.

Wir dachten doch alle, das Gehirn wird eingespielt, nicht die Membran.

Was aber nicht bewiesen ist, den größten Anteil kann das Pad machen. In der Lautsprecherwelt gibt es schon paar solche Versuche und gerade bei Tieftönern geht Fres deutlich runter bei noch neuen noch nicht eingewalkten Spinnen und Sicken, die Unterschiede aber sind meistens weiter oben gering, eher im Bereich um <1 dB, also eventuell was Mark im Hochton gemessen hat.

:bier:

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon DocSny » Di 30. Mai 2017, 20:06

Ok, langsam verstehe ich dass ich hier wohl der Einzige bin der in Erwägung zieht dass sich der Klang des Chassis verändern kann... - da habt ihr euch hoffentlich alle schön amüsiert bei meinen Ausführungen... ;)

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon MLSensai » Di 30. Mai 2017, 20:11

@DocSny
Das stimmt nicht. Ich amüsiere mich nicht über deine Erfahrungen.
Gerade meine letzte Messung zeigt, das im kHz Bereich Änderungen eingetreten sind, die sehr wahrscheinlich mit den Polstern nichts zu tun haben. TheWas hat das ja auch als Beispiel heran gezogen. Natürlich geht es im kHz Bereich nur um wenige dB.

Und tatsächlich reichen gerade bei Kopfhörern Änderungen von 1 bis 2 dB aus, um den Klang nachhaltig zu ändern.

Dass sich hier ein recht breitbandiger Bereich verändert hat führt sogar dazu, dass sich die Signatur ändert.

Klingt richtig gut, auch mit den Stock Polstern

PS:
Bis morgen Abend erholen sich die Polster, dann messe ich noch einmal. ;)

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Re: Einspielen eines Audioquest Nighthawk

Beitragvon DocSny » Di 30. Mai 2017, 20:46

Puh, wenigstens einer... :)
Im Übrigen hatte ich ja versucht den uneingespielten NH nach Theos Messungen und Tips zu korrigieren, auffällig dabei war dass ich am Anfang tatsächlich Höhen leicht angehoben habe, (8khz und 16 khz), das musste nach 70h sofort korrigiert werden und mindestens auf 0 zurück gesetzt werden, eher leicht abgesenkt, zumindeste bei 8khz.
Wäre cool wenn wir noch irgendwo fabrikneue NH Polster auftreiben könnten, würde mich echt interresieren wie er sich (vermeintlich :opa: ) eingespielt mit neuen Polstern misst....
Beste Grüße
Jörg


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