Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

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Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von hadisch » Mo 20. Nov 2017, 22:08

Anmerkung der Moderation: Das Thema wurde hier abgetrennt Rundreise STAX LNB Set

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Ich überlege grad an einer anderen Rundreise .... und zwar der M1060
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Re: Rundreise STAX LNB Set

Beitrag von DocSny » Di 21. Nov 2017, 23:27

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von s0nic » Mi 22. Nov 2017, 19:55

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von ketste » Mi 22. Nov 2017, 22:18

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von cyfer » Do 23. Nov 2017, 05:33

Darf man sich hier einfach reinschreiben? Wenn ja:

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von MLSensai » Do 23. Nov 2017, 08:52

Lustig wird sein, dass ich den Neuen selbst noch gar nicht gehört habe. Bin gespannt, wie der nach der Einspielrunde klingt. ;)

Übrigens sollte der Zeitplan mit einer Woche Verbleib eingehalten werden, sonst kommt der erst im Sommer beim mir an , wenn die Liste noch weiter wächst. :D

@Hans
Hans, wann würdest du ihn denn auf die Reise schicken?

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von ketste » Do 23. Nov 2017, 15:56

ach deswegen schickst du ihn auf die Reise.
Das Einspielen mal ganz geschickt outsourcen :mrgreen:

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von MLSensai » Do 23. Nov 2017, 17:26

Ja genau. :lol:

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Robodoc » Do 23. Nov 2017, 19:26

Ich mach noch ein paar initiale Messungen, ein bisschen Klangbeschreibung und spätestens nach dem Wochenende geht die Reise los.

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von hadisch » Do 23. Nov 2017, 20:00

:top: :top:

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Robodoc » Do 23. Nov 2017, 22:30

Ja ... die Resonanz ist wieder da, an der ich mich bei der Entwicklung des Acedia 40 so abgearbeitet habe. Ich komm gleich mal mit einer Messung rüber.

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Robodoc » Do 23. Nov 2017, 22:42

Hier erst mal die Messung der rechten Seite ohne jede Glättung. Die Resonanz liegt hier bei unter 5 kHz und damit niedriger als bei meinem ersten Monolith, das ist der, der mittlerweile kaputt ist.
mono1.jpg
mono1.jpg (106.65 KiB) 2774 mal betrachtet
Wie gesagt, das ist die Rohmessung auf meiner Station, dabei bitte berücksichtigen, dass ich immer noch keine Kompensation im Bassbereich meiner Messstation vornehme, unterhalb von 500 oder 600 Hz kann man sich auch gut 3 dB wegdenken.
Die leichte Erhöhung um 1 kHz stört mich ein wenig. Ich erinnere mich, das war neben der Reduktion der Eigenschwingung das, worauf ich bei der Abstimmung vom Acedia 40 am meisten geachtet habe.
Das Klingeln der Resonanz ist eindeutig, sieht aber schlimmer aus als es ist. Das sehen wir gleich noch detaillierter.
Die Erhöhung bei 10 kHz ist ein Frischepunkt, der müsste nicht sein, stört mich aber auch nicht besonders. Die starke Erhöhung bei 20 kHz ist ... keine Ahnung ... ich kann die messen, aber ich hör da nix von. Logisch eigentlich. Die Höhen sind, komischerweise schon ab 3 kHz, extrem sauber und nerven nicht wirklich. Sibilanz könnte man vermuten mit dem Peak, aber hab ich nicht.

Insgesamt klingt der Monolith 1060 sehr ausgewogen und ist tatsächlich für mein Gefühl eher auf der helleren Seite unterwegs. Ich weiß, das passt nicht zur Rohkurve, also schauen wir uns doch auch mal die psychoakustische Glättung an.
mono2.jpg
mono2.jpg (99.08 KiB) 2773 mal betrachtet
Sieht immer noch wie die Kennlinie eines recht ausgewogenen dunklen Hörers aus. Doch stellt euch mal den Bassbereich 3 dB niedriger vor, wie oben schon angedeutet. Was fällt dann auf?

Richtig!

Der Buckel bei 1 kHz. Fast schon ein Lambdapeak. Das ist das helle. Der Höhenverkauf ist psychoakustisch ein wenig strubbelig ... aber wer die Kennline des genialen K812 kennt oder die vom HD800, der weiß dass diese Effekte sich durchaus nicht so negativ anhören, wie sie aussehen. Der Monolith klingt schon gut. Wenn da nicht diese Macke bei 1 kHz wäre. Genau das wird dem ein oder anderen bei der Rundreise auch im Ohr klingeln und zwar mehr, als die ach so schlimme Resonanz. Die ist psychoakustisch immer noch wahrnehmbar, aber dennoch nicht störend. Wie kommt das?

Schauen wir uns abschließend den Wasserfall an.
monowf.jpg
monowf.jpg (239.43 KiB) 2773 mal betrachtet
Ich habe natürlich zuallererst dahin geguckt, wo ihr auch vergeblich sucht. Die Resonanz ist total unauffällig. Da schwingt nix auffällig nach. Generell sieht das Diagramm oberhalb von 3kHz sehr gut aus. Trotz Resonanz und den beiden höheren Peaks. Hier ist offensichtlich die Stärke des großen Gehäuses. Die kurzen Wellen finden nix zum reflektieren oder mitschwingen und schwupps ist es vorbei.

Aber augenscheinlich schwingt da ordentlich was nach was um die 1 kHz. Ohrenscheinlich auch, sagte ich ja schon. Da, wo auch die Erhöhung zu sehen ist, vorhin liebevoll als Lambdapeak gehört und bezeichnet. Da ist, meines Erachtens, das kleine Haar in der sonst leckeren Suppe. Hier ist auch der Grund, warum der ein oder andere der LCD-2 Fans den Monolith zwar mögen, aber nicht lieben wird. Das Verhalten gehört sich nicht. Nicht bei dieser Frequenz, die das menschliche Ohr am effektivsten wahrnimmt. Da kann leider auch ein EQ nur indirekt was dran machen, weil das Nachschwingen hier nicht kausal von den 3 dB abhängt, die energetisch zuviel aus dem Treiber kommen.

Das Gebrummel im Tieftonbereich ist beeindruckend, aber stört nicht. Der Bassbereich könnte vielleicht etwas "trockener" sein, kann man durch bessere Bedämpfung erreichen. Im SBAF kursieren ja auch Anregungen, die hintere Bedämpfung unter dem Gitter zu ändern. Das genau macht was an dieser Stelle und man kann den Bass je nach eigener Schreibweise "trockener", "knorriger" oder "federnder" machen, indem man für zügigeres Abklingen sorgt. Einfach.

All das ist aber Jammern auf hohem Niveau. Der Monolith gefällt mit großer Sicherheit fast jedem. Er wird dabei nicht jedermanns Lieblingshörer, auf Grund seiner speziellen Charakteristik hat er schon was eigenes. Aber er wird Freunde finden. Viele Freunde.

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Firschi » Do 23. Nov 2017, 23:17

Danke für diesen ausführlichen und bullshitfreien Bericht, Hans. Ich bin schon sehr auf den Hörer gespannt, auch darauf wie er sich auf meiner Station misst ;)

Das wäre ja die Chance schlechthin, unsere Stationen mal abzugleichen. Jetzt bräuchten wir nur noch eine Datenplattform für den Austausch der REW-Daten.

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von hadisch » Fr 24. Nov 2017, 09:00

Gibt es irgendwelche Einwände, dass ich bei der Rundreise die Alpha Dog Polster und Lawton gewinkelt aufziehe?
Ich könnte mir vorstellen damit die leichte Erhöhung bei 1000 Hz abzuschwächen.
Wie sie sonst den Monolith verändern, würden die Messungen zeigen.

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von MLSensai » Fr 24. Nov 2017, 11:00

Ja, die Einwände gibt es von meiner Seite aus.
Die Polster sind komplett verklebt.

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von hadisch » Fr 24. Nov 2017, 12:25

OK, wusste ich nicht, hätte ich aber bestimmt gemerkt :hbang:

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Robodoc » Fr 24. Nov 2017, 18:53

Ja, die Polster sind geklebt und man kriegt das Original nicht 100% zerstörungsfrei ab. Das ließe sich zwar reparieren, aber Mark soll einen neuwertigen Hörer zurück erhalten.

Ich habe übrigens grad mal eine Stunde mit dem Monolith gehört. Das ist echt ein feiner Hörer. Wie gesagt, etwas mittenlastig, aber wenn das Ohr mal adaptiert hat, ist das wunderschön. Die Aufllösung ist wirklich stark. Ich habe ein paar meiner Lieblingsstücke angespielt und alles hat mir gefallen. Am schönsten war Garbareks Rondo Amoroso und Brubecks Concord Live Black and Blue ... Gänsehaut. Das ist sowas von echt. Das kann der gut.

Etwas Abstriche bei Frauenstimmen, jedenfalls für meinen Geschmack ... Annett Louisan ist unsäglich, wie meistens. Die kann ich auch sonst mit Kopfhörer kaum ertragen aber mit dem Monolith geht die gar nicht. Ayo war der nächste Versuch, Life is Real ... schon deutlich besserr, etwas plärrig ist die dann auch, aber passt schon. Cassandra Wilson kann der gut, mehrere Stücke angespielt. Wunderbar, ich liebe es wenn Cassandra quasi auf meinem Schoß sitzt und Don't Explain singt, vom letzten Album. Das klappt bestens mit dem Monolith. Klassik ist ohnehin Stärke des Hörers, das wusste ich noch aus der Zeit, als mein Monolith noch ging.

Zuletzt habe ich gewechselt auf den Acedia 40, der bekanntlich die gleichen Treiber verwendet. Was heißt noch mal OMG?
Ja, das ist eine andere Nummer. Das sollte aber eigentlich nicht ich erzählen und vielleicht auch an einer anderen Stelle erzählt werden. Jedenfalls sag ich zu dem subjektiven Empfinden nur was auf Nachfrage.

Also nur so viel: Hier ein Vergleich der beiden Kennlinien, das zeigt schon die Richtung, in die das geht. Auf den ersten Blick scheint die Bedämpfung des Mittenpeaks etwas stark auszufallen, und die Resonanz ist noch immer zu erkennen, zwei drei Halbtöne höher hier. Aber die Effekte sind sehr schmalbandig und nicht vergessen, dies ist die Rohkurve! Psychoakustisch geglättet sieht das schon richtig lecker aus.
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omgmono.jpg (123.32 KiB) 2732 mal betrachtet

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Firschi » Mi 29. Nov 2017, 18:21

Da denkt man an nichts Böses, schließt die Wohnungstür auf und fällt über einen gewaltigen Karton von einem gewissen Hans. Will heißen: Die Rundreise läuft :top:

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von MLSensai » Mi 29. Nov 2017, 18:30

Super. Dann viel Spaß mit dem Hörer. Ich bin sehr auf deinen Eindruck gespannt. :kh:

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Robodoc » Mi 29. Nov 2017, 18:32

Geht noch schlimmer.
Da denkt man an nichts Böses, schließt die Wohnungstür auf und fällt über einen gewaltigen ... Hans.
:wink:
Jez gehts lo-hos :yau:

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Firschi » Do 30. Nov 2017, 08:25

Gestern konnte ich leider nicht mehr machen als den Hörer auszupacken. Der Umkarton ist riesig. Die Verpackung des M1060 ist ebenfalls riesig, wenn auch logischerweise etwas kleiner. Der Hörer selbst liegt gut gepolstert in einem einfachen aber schicken Case, das ebenfalls gewaltig ist. Kein Witz, mit etwas Feingefühl könnte ich wohl meine gesamte Lambda Flotte darin unterbringen ;)

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Robodoc » Do 30. Nov 2017, 08:49

Wenigstens eine spektakuläre Verpackung :D

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Firschi » Fr 1. Dez 2017, 22:33

So misst sich der M1060 auf meiner Station:
20171201_M1060_stock.jpg
20171201_M1060_stock.jpg (118.58 KiB) 2639 mal betrachtet
20171201_M1060_stock_PSYCHO.jpg
20171201_M1060_stock_PSYCHO.jpg (106.74 KiB) 2639 mal betrachtet
Zu mehr kam ich ehrlich gesagt noch nicht... :fpalm: Kommt aber noch, wie versprochen.

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von hadisch » Sa 2. Dez 2017, 09:01

Gefällt mir :yeah:

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Robodoc » Sa 2. Dez 2017, 11:01

Ähnlich wie auf meiner Station. Vielleicht schick ich dir mal meine Messung per Email und du stellst die gegenüber. Auf den ersten Blick scheint sich meine Vermutung zu bestätigen, dass meine Station im Bass gerne 3 dB mehr misst als deine. Dennoch eine gute Korrelation soweit :top:

Schlappen

Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Schlappen » Sa 2. Dez 2017, 11:27

Gibt es inzwischen eigentlich schon Hinweise, woher dieser ominöse 4-5 kHz Peak kommt?
Und wie man den begradigt?
Der LCD hat das ja auch nicht. Und die Konstruktion der Cups inkl. Treiber ist ja fast gleich.. :coffee:

Mindern die LCD Alcantara Pads diesen Peak? Dann hätte man einen Anhaltspunkt...

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Robodoc » Sa 2. Dez 2017, 12:05

Es ist eine Resonanz. Das bedeutet die Frequenz des Peaks ist von der Gehäuseform und vor allem vom eingeschlossenen Volumen abhängig.

Jedes schwingungsfähige technische System hat eine Resonanzfrequenz (oder auch mehrere), manchmal ist diese Resonanz so schwach ausgeprägt, dass man sie faktisch nicht mehr sieht im Frequenzverlauf. Manchmal wird die Resonanz auch als "Haussound" vermarktet, Beyer macht das ganz gerne :mrgreen:
Wenn man dann hört, was nach Korrektur auch einem HighEnd Beyerdynamic Hörer herauskommt (z.B. der T1 am Meyer SOUL mit dem Resonanzfilter), dann versteht man das Problem sofort.

Die LCDs haben übrigens andere Treiber, höhere Impedanz und auch etwas anders designed als die vom Monolith. Resonieren wird das System trotzdem. Der Acedia 40 resoniert ebenfalls, aber bei einer etwas höheren Frequenz und deutlich weniger stark ausgeprägt. Hat mit Bedämpfung zu tun, ein anderes Gehäuse und ja, auch mit den Polstern. Die originalen Monolith Polster sind zwar weich und bequem, aber nicht wirklich gut, was das Resonanzverhalten angeht. Ich habe mit anderen Polstern (nicht nur mit den Audeze) spontan bessere Dämpfung bekommen. Eine Zeitlang waren die Brainies mein Favorit. Die haben die Resonanz in Kombination mit dem OMG Gehäuse noch besser bedämpft. Passen nur nicht so gut.

Das Engineering bei Monolith ist nicht wirklich ideal aus audiiphiler Sicht. Ich denke, man hat dort offensichtlich nach dem Motto Form follows Price entwickelt. Das Ergebnis ist ja auch weit weg von schlecht. Nur es geht eben besser.

Ralle, schreib dich doch in die Rundreise Liste. Sonst erlebst du dieses Resonanzverhalten nicht. Auch um abschätzen zu können, was das tatsächlich ausmacht. Oder kommst du am 24.02. nach Krefeld? Dann kannst du natürlich alle parallel hören

Schlappen

Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Schlappen » Sa 2. Dez 2017, 12:12

Welche konkreten Unterschiede siehst Du denn zwischen LCD und M1060 (außer andere Impedanz), in Bezug auf Gehäuseform (Holzring) und Treibereinheit, die diesen mächtigen Peak verursachen?
Wie gesagt, der LCD hat das nicht.
Das Engineering bei Monolith ist nicht wirklich ideal aus audiiphiler Sicht. Ich denke, man hat dort offensichtlich nach dem Motto Form follows Price entwickelt.
Was macht das "Engineering" beim Audeze denn so viel besser? Immerhin haben alle LCDs bis hin zum LCD4 die gleiche Grundkonstruktion, beinahe identische Maße, usw. wie der M1060, also kann es "form follows price" schon mal nicht sein.

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Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Robodoc » Sa 2. Dez 2017, 14:48

Schlappen hat geschrieben: Wie gesagt, der LCD hat das nicht.
Doch, hat er. Nur liegt die beim LCD-2 etwas höher im Spektrum, soweit ich mich erinnere bei 7 kHz und die ist etwas weniger ausgeprägt.
Schlappen hat geschrieben: Was macht das "Engineering" beim Audeze denn so viel besser? Immerhin haben alle LCDs bis hin zum LCD4 die gleiche Grundkonstruktion, beinahe identische Maße, usw. wie der M1060, also kann es "form follows price" schon mal nicht sein.
Das "form follows price" war auf Monolith bezogen, nicht auf Audeze. Der Resonanzpeak, um den es auch hier geht, ist ja hinlänglich bekannt. Dass es besser geht, zeigt ja unsere OMG Entwicklung, die Graphen Mono vs. OMG sind ja oben im Vergleich zu sehen. Der OMG resoniert bei erst bei einer höheren Frequenz und psychoakustisch ist das dann nicht mehr als Resonanz wahrnehmbar. Beim Mono berichten manche von "ringing" im Kontext mit diesem Resonanzding. Das hat der OMG definitiv nicht.

Ich weiß jetzt nicht Ralle, worauf du eigentlich hinaus willst. Ich habe noch keinen LCD-2 zerlegt, daher kann ich dir nicht sagen, was die da anders machen. Vermutlich ist das Monolith Design einfach von da abgekupfert, das ist ja eigentlich auch offensichtlich. Nur wie es aussieht, passt das Design des Hörers nicht so 100% zum Treiber. Nochmal: Beim Monolith, nicht beim Audeze.

Schlappen

Re: Monoprice Monolith M1060 Rundreisethread

Beitrag von Schlappen » Sa 2. Dez 2017, 15:13

Robodoc hat geschrieben: Das "form follows price" war auf Monolith bezogen, nicht auf Audeze.
Das war mir schon klar. Allerdings brauche ich keinen M1060 zu zerlegen, um auf div. Bildern vom Innenleben zu sehen, dass Form und Maße beider Cups annähernd identisch ist, deswegen passt für mich der Spruch "form follows function" nicht. Monoprice ist diesbzgl. ja keine Kompromisse eingegangen.
Wenn überhaupt, dann sind es eher Unterschiede in der Membranqualität, der Magnete oder der Aussparungen des Außengitters. Oder evt. anderes Material hier und da. Vielleicht ist auch der Holzring des Mono 1-2 mm breiter oder schmaler oder was weiß ich.

Wie gesagt, mich interessiert nur der Grund für dieses doch recht starke 5 kHz "Ringing" beim Monolithen. Naja, vielleicht kriegt Monoprice das ja bei Rev.3, 4, 5, usw. in den Griff. ;)

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