[Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

s0nic
Mitglied
Beiträge: 52
Registriert: Do 16. Nov 2017, 17:45

[Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon s0nic » Sa 23. Dez 2017, 11:24

Anmerkung der Moderation: Dieses Thema wurde hier viewtopic.php?f=7&t=356&p=6867#p6867 und hier viewtopic.php?f=5&t=159&start=60#p6821 abgetrennt
____________________________________________________

@hadisch: Auralic Taurus MK II -> https://www.innerfidelity.com/content/s ... aurus-mkii ist mit dem HE6 wirklich ein Traumgespann. Der KHV wird gebraucht öfter zu halbwegs akzeptablen Preisen angeboten.

Benutzeravatar
hadisch
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 1215
Registriert: Sa 4. Mär 2017, 07:42
Wohnort: Eich

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon hadisch » Sa 23. Dez 2017, 12:44

Den Taurus MK ll habe ich mir angeschaut.
Liest sich sehr gut.
1649,-€ neu - gebraucht ca 1000,- bis 1350,-€.
Im Moment habe ich auch den Audiovalve Luminare ins Auge gefasst.
Auch Leistung pur sowie Stax Betrieb.
Mal sehen was sich ergibt. ;)

Benutzeravatar
bartzky
Mitglied
Beiträge: 81
Registriert: Mi 10. Mai 2017, 15:13
Kontaktdaten:

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon bartzky » Do 28. Dez 2017, 10:46

hadisch hat geschrieben: zu wenig Saft für einen He 6.

Wie laut hörst du denn so? Unsymmetrisch bringt der ADI (Anmerkung der Moderation: Gemeint ist der RME ADI-2 Pro, der hier diskutiert wird viewtopic.php?f=7&t=356) den HE6 auf ca. 111 dB SPL Peak und Symmetrisch sogar auf ca. 115 dB SPL Peak. Selbst mit leise abgemischter Musik schafft man locker 90 dB SPL Average und hat Reserven für jede Dynamikspitze. Oder hörst du noch lauter?

Habt ihr schon mal einen Blick auf den ADI-2 DAC geworfen ;)
https://www.rme-audio.de/products/adi_2-dac.php

Benutzeravatar
Firschi
Moderator
Moderator
Beiträge: 1753
Registriert: So 2. Okt 2016, 19:33

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon Firschi » Do 28. Dez 2017, 11:49

Dieter bezieht sich wohl weniger auf die erreichbare Lautstärke als vielmehr auf die Stromlieferfähigkeit des ADI-2 Pro. Man sagt Magnetostaten ja nach, dass sie davon sehr profitieren, gerade der HE-6.

Benutzeravatar
bartzky
Mitglied
Beiträge: 81
Registriert: Mi 10. Mai 2017, 15:13
Kontaktdaten:

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon bartzky » Do 28. Dez 2017, 12:10

Firschi hat geschrieben:Dieter bezieht sich wohl weniger auf die erreichbare Lautstärke als vielmehr auf die Stromlieferfähigkeit des ADI-2 Pro. Man sagt Magnetostaten ja nach, dass sie davon sehr profitieren, gerade der HE-6.

Mhh, würde mich freuen, wenn mir jemand diesen Sachverhalt mal näher bringen könnte; insbesondere wie ein Verstärker eine Spannung liefern soll ohne die entsprechende Stromlieferfähigkeit zu haben :sheep:

Benutzeravatar
cyfer
Mitglied
Beiträge: 67
Registriert: Fr 23. Jun 2017, 14:01

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon cyfer » Do 28. Dez 2017, 12:25

Finde diese Aussage auch immer wieder merkwürdig, auch wenn man sie oft findet.

Der Strom ergibt sich aus der Spannung und der Impedanz des Kopfhörers, es sei denn bestimmte Hersteller von KHVs haben das Ohmsche Gesetz ausgehebelt :mrgreen:

Ein KHV, der 2V an einen 100 Ohm Kopfhörer liefert, liefert dann nach I = U/R immer 0.02A, also 20mA. Egal ob das ein Fiio, Schiit, Violectric oder RME KHV ist.

Benutzeravatar
hadisch
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 1215
Registriert: Sa 4. Mär 2017, 07:42
Wohnort: Eich

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon hadisch » Do 28. Dez 2017, 12:55

Also, ich bin hier der absolute Laie.
Kann mich nur darauf beziehen was ich so lese und von verschiedenen Händlern erzählt bekomme.
Es ist immer so, dass ein KHV soviel Watt an soviel Ohm bringen muss.
Jetzt hatte ich einen KHV hier der 4 Watt an 32 Ohm leistet.
Mein He 6 hat 50 Ohm und sollte einen KHV bekommen der mindestens 1 Watt Leistung bringt.
Obwohl ich eher leise Hörer bin, überkommt es mich doch bei dem einen oder anderen Lied um es einmal krachen zu lassen.
War zwar möglich aber es verzerrte.
Es war nicht viel anders als mein Heed CanAmp.
Den Burson KHV bei Martin gehört.
Er verzerrte nicht aber immer noch nicht das was ich suche.
Ein Adi 2 Pro hat auch Einstellmöglichkeiten eingebaut die ich gar nicht nutze.
Deswegen müsste ich ihn nicht haben.
Gelesen habe ich nun, dass ein Schiit Jontunheim mehr als ausreichend wäre für meinen He 6.
Andere schreiben wieder - ist nichts, nur ein Mittelklasse KHV.
So, nun stehe ich wieder da als Laie, weiß soviel wie vorher und behalte meinen Heed bevor ich mir noch einige KHV bestelle und wieder zurück sende.

Benutzeravatar
Firschi
Moderator
Moderator
Beiträge: 1753
Registriert: So 2. Okt 2016, 19:33

Re: [Sammelthread] RME: ADI-2 Pro & Anniversary Edition

Beitragvon Firschi » Do 28. Dez 2017, 13:12

Keine Frage, das ohm'sche und eine Reihe weiterer Gesetze behalten auch hier ihre Gültigkeit - überraschenderweise :mad: Wenn ein Amp 20mA bei 2V an eine Last von 100Ohm liefern kann, ist egal welche Marke darauf steht, daran besteht kein Zweifel.

Die berechtigte Frage, ob ein Amp einen KH adäquat versorgen kann, stellt sich meiner Meinung nach nur dann, wenn sich in der Kombination aus gewünschter Spannung und eingesetzter Last (KH als Impedanz) ein Strom einstellt, den die Innereien des Amps nicht liefern können. Ist dies nicht der Fall, bricht die Spannung über der Impedanz temporär zusammen. Das ist ein Effekt, den man mit einem Oszilloskop sehr leicht messen und sogar hören kann - ähnlich wie Clipping, das aber andere Ursachen hat.

Benutzeravatar
hadisch
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 1215
Registriert: Sa 4. Mär 2017, 07:42
Wohnort: Eich

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon hadisch » Do 28. Dez 2017, 13:17

Dominik, schön und gut.

. Die berechtigte Frage, ob ein Amp einen KH adäquat versorgen kann, stellt sich meiner Meinung nach nur dann, wenn sich in der Kombination aus gewünschter Spannung und eingesetzter Last (KH als Impedanz) ein Strom einstellt, den die Innereien des Amps nicht liefern können. Ist dies nicht der Fall, bricht die Spannung über der Impedanz temporär zusammen


Wie finde ich als Laie dies nun vor dem Kauf raus?

Benutzeravatar
bartzky
Mitglied
Beiträge: 81
Registriert: Mi 10. Mai 2017, 15:13
Kontaktdaten:

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon bartzky » Do 28. Dez 2017, 15:18

@Cyfer, Firschi: Dann verstehen wir uns :bier:
Ja leider haben wir es nicht mit idealen Spannungsquellen zu tun. Im Fall HE6 von mangelnder Stromlieferfähigkeit zu sprechen finde ich in dem Zusammenhang etwas irreführend. Es geht ja eher darum die angegebene oder benötige Spannung auch sauber erreichen zu können, der entsprechende Strom ist dafür dann zwangsläufig auch da, aber nicht das, was wir primär einstellen. Ob ein Verstärker dessen fähig ist, lässt sich meiner Meinung nach ganz gut an Kennzahlen wie THD, IMD und so weiter ablesen.

Firschi hat geschrieben:Ist dies nicht der Fall, bricht die Spannung über der Impedanz temporär zusammen. Das ist ein Effekt, den man mit einem Oszilloskop sehr leicht messen und sogar hören kann - ähnlich wie Clipping, das aber andere Ursachen hat.

Ein Oszilloskop schadet natürlich auch nicht. Aber ist das nicht letztendlich Clipping, das man da beobachtet?

hadisch hat geschrieben:Jetzt hatte ich einen KHV hier der 4 Watt an 32 Ohm leistet.
Mein He 6 hat 50 Ohm und sollte einen KHV bekommen der mindestens 1 Watt Leistung bringt.

Screenshot_2017-12-28-15-55-10-906_com.adobe.reader-01.jpeg
Screenshot_2017-12-28-15-55-10-906_com.adobe.reader-01.jpeg (129.68 KiB) 736 mal betrachtet

Aus dem Handbuch :bier:

Wobei ich gerade sehe, dass ich die Aussage von oben etwas korrigieren muss: Es sind ca. 107 dB SPL Peak unsymmetrisch beim HE6 am Pro und symmetrisch wahrscheinlich noch 6 dB mehr. (Anmerkung der Moderation: Gemeint ist der RME ADI-2 Pro, der hier diskutiert wird viewtopic.php?f=7&t=356)

1 Watt am HE6 wären übrigens 106,8 dB SPL Peak. 4 Watt wären übrigens gerade mal popelige 6 dB mehr - deswegen finde ich es irreführend Verstärker nach Watt zu kaufen. Angaben in dBu machen da deutlich mehr Sinn.

hadisch hat geschrieben:
Die berechtigte Frage, ob ein Amp einen KH adäquat versorgen kann, stellt sich meiner Meinung nach nur dann, wenn sich in der Kombination aus gewünschter Spannung und eingesetzter Last (KH als Impedanz) ein Strom einstellt, den die Innereien des Amps nicht liefern können. Ist dies nicht der Fall, bricht die Spannung über der Impedanz temporär zusammen

Wie finde ich als Laie dies nun vor dem Kauf raus?

Messungen anschauen :opa:

Benutzeravatar
Firschi
Moderator
Moderator
Beiträge: 1753
Registriert: So 2. Okt 2016, 19:33

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon Firschi » Do 28. Dez 2017, 16:28

bartzky hat geschrieben:Es geht ja eher darum die angegebene oder benötige Spannung auch sauber erreichen zu können, der entsprechende Strom ist dafür dann zwangsläufig auch da, aber nicht das, was wir primär einstellen.

So kann man es, denke ich, ausdrücken. Die Spannung wird eingestellt und im Idealfall und, seien wir ehrlich, im Normalfall, auch erreicht. Im Nichtidealfall bricht sie mangels ausreichenden Stroms (temporär) zusammen. Mein Regelungstechnik-Prof hatte das damals am stark vereinfachten Beispiel einer Autobatterie erklärt. Das DMM kann im Leerlauf (ohne nennenswerte Last) noch so einwandfreie 13,5V anzeigen, entscheidend ist, was passiert, wenn der Anlasser läuft.

Auf dem Oszi sieht dieser Effekt ähnlich wie Clipping aus. Mit dem Unterschied, dass beim Clipping die Aussteuerung der Spannung bzw. Verstärkung das Limit bildet. Beim "echten Clipping" werden einfach regelmäßig die Spitzen aller Sinuswellen "abgeschnitten", daher auch der Name.

s0nic
Mitglied
Beiträge: 52
Registriert: Do 16. Nov 2017, 17:45

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon s0nic » Do 28. Dez 2017, 22:22

bartzky hat geschrieben:1 Watt am HE6 wären übrigens 106,8 dB SPL Peak. 4 Watt wären übrigens gerade mal popelige 6 dB mehr

wenn +10 dB für ungefähr den doppelten Lautstärkeeindruck sorgen, sind +6 dB doch nicht popelig ?

s0nic
Mitglied
Beiträge: 52
Registriert: Do 16. Nov 2017, 17:45

Re: [Sammelthread] RME: ADI-2 Pro & Anniversary Edition

Beitragvon s0nic » Do 28. Dez 2017, 22:36

btw: hier -> http://www.open-end-music.de/vb3/showthread.php?t=7177 fachsimpelt cucera im OE zum Thema warum dem HE6 potente Verstärker gefallen

Benutzeravatar
cyfer
Mitglied
Beiträge: 67
Registriert: Fr 23. Jun 2017, 14:01

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon cyfer » Fr 29. Dez 2017, 09:19

"Fachsimpeln"? Er verlinkt einfach zu einem Typ auf Head-Fi, der angeblich 25V Peaks beim Hören mit dem HE-6 gemessen hat.

Ob das stimmen kann weiß ich nicht. Wenn man die offiziellen Angaben von HiFiMan zu Grunde legt, würde das Peaks über 120dB ergeben. Halte ich schon für stark unrealistisch.

Ein Bild vom Voltmeter und den 25V am HE-6 würde dem ganzen Glaubwürdigkeit schenken.

Benutzeravatar
Firschi
Moderator
Moderator
Beiträge: 1753
Registriert: So 2. Okt 2016, 19:33

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon Firschi » Fr 29. Dez 2017, 18:55

Ist schon etwas undurchsichtig die ganze Nummer, und auch nicht mehr ganz aktuell. Cucera, übrigens ein echt hilfsbereiter Typ für alle Fragen in Sachen STAX, beruft sich hier bei der Jagd nach dem echten Leistungshunger auf Daten und Angaben, die er nicht selbst erhoben hat. Finde ich grundsätzlich nicht dramatisch und besitzt auch so, ohne echten Beweis eine gewisse Aussagekraft - meiner Meinung nach.

Viel besser wäre natürlich, eigene Messungen anzufertigen und diese Thesen am lebenden Objekt zu prüfen. Wer hat alles einen HE-6, einen ordentlichen (Voll-) Verstärker, ein DMM und das nötige KnowHow? Dafür könnte man direkt einen eigenen Thread anlegen, Hilfestellung sollte kein Problem sein, falls nötig.

Benutzeravatar
Firschi
Moderator
Moderator
Beiträge: 1753
Registriert: So 2. Okt 2016, 19:33

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon Firschi » Sa 30. Dez 2017, 09:41

bartzky hat geschrieben:Habt ihr schon mal einen Blick auf den ADI-2 DAC geworfen ;)
https://www.rme-audio.de/products/adi_2-dac.php

Niklas, dieser Teil deines Posts fehlt inhaltlich nach dem Abspalten dieses Threads im RME ADI-2 Thread. Wenn du magst kannst du dort einen neuen Post platzieren, damit deine rethorische Frage im korrekten Kontext zu verstehen ist ;)


Jetzt aber zum HE-6 und dessen Leistungsbedarf :top:

Benutzeravatar
hadisch
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 1215
Registriert: Sa 4. Mär 2017, 07:42
Wohnort: Eich

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon hadisch » Sa 30. Dez 2017, 11:50

Zum Schiit Jontunheim habe ich Messungen gefunden.
Laut Hersteller soll er den He 6 antreiben können.

http://www.superbestaudiofriends.org/in ... ents.2822/

Anfangen kann ich mit den Messungen nicht viel.
Wer kann mir dies erklären bzw sagen ob dies ein guter KHV ist oder doch lieber ein Auralic Taurus MK ll.
Über diesen habe ich aber keine Messung gefunden.

Benutzeravatar
Firschi
Moderator
Moderator
Beiträge: 1753
Registriert: So 2. Okt 2016, 19:33

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon Firschi » Sa 30. Dez 2017, 15:40

hadisch hat geschrieben:Zum Schiit Jontunheim habe ich Messungen gefunden.

Und was für welche! Verdammte Axt, der misst sich ja richtig gut! Die Messungen zeigen die THD bei verschiedenen Frequenzen im balanced high gain Betrieb. Und das sieht bei diesen Messungen des Jotunheim richtig, richtig gut aus.

Wäre da nicht dieses 4-Ebenen-Poti für die Lautstärkeregelung hätte ich vielleicht schon zugeschlagen ;)


Damit ist sicherlich am meisten anzufangen: http://www.superbestaudiofriends.org/in ... post-79189

Benutzeravatar
hadisch
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 1215
Registriert: Sa 4. Mär 2017, 07:42
Wohnort: Eich

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon hadisch » Sa 30. Dez 2017, 16:14

. Wäre da nicht dieses 4-Ebenen-Poti für die Lautstärkeregelung ;)

Erkläre mir das bitte einmal.

Benutzeravatar
Firschi
Moderator
Moderator
Beiträge: 1753
Registriert: So 2. Okt 2016, 19:33

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon Firschi » Sa 30. Dez 2017, 16:37

Aber sicher, Dieter. In diesem Bild hier kann man den internen Aufbau eines Jotunheims sehen:

Bild
Quelle: Schiit.com

Oben sieht man ein großes 4-Ebenen-Poti in Form eines dunkelblauen Blocks. Dieses Poti der Fa. Alps regelt alle 4 Signalpfade R+, R-, L+ und L- unabhängig von der gewählten Quelle - meines Wissens. Potis, die nicht mono sind, also nur eine Ebene besitzen, haben grundsätzlich die Schwachstelle, dass die exakten Widerstandswerte der einzelnen Ebenen bei gleichem Drehwinkel nicht identisch sind. Kennt man vielleicht von handelsüblichen Amps, die erst bei Potistellungen jenseits der 10 Uhr links und rechts gleich laut erscheinen. Tatsächlich sind Abweichungen der Widerstande von bis zu 10% üblich, bei ordentlichen Potis auch bis zu 7%.

In diesem Fall müssten also 4 Ebenen bei zwangsweise identischen Drehwinkeln den gleichen Widerstandswert zeigen. Das muss aber beim Jotunheim nicht zwangsläufig ein Problem sein, ich stehe dieses Potis einfach persönlich kritisch gegenüber. Und ein neues Gerät dieser Preisklasse zu kaufen nur um das Poti runter zunehmen um eine elektronische Lösung z.B. auf Basis eines TI PGA2310 + Arduino zu verbauten liegt mir im Moment fern.

Benutzeravatar
hadisch
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 1215
Registriert: Sa 4. Mär 2017, 07:42
Wohnort: Eich

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon hadisch » Sa 30. Dez 2017, 16:47

Ok, danke dir.
Ansonsten ist an dem Jontunheim nichts auszusetzen?

Eines noch, da ich mit meinem Rasperry streame, da schon ein Dac verbaut ist, ich mit dessen Cinch Ausgang in den Cinch Eingang vom Jontunheim Dac rein gehe - gibt es da Probleme?
Oder hat das sogar einen Vorteil, da zwei Dac vorm KHV?
Ich denke aber, da dies am Rasperry Dac schon gewandelt ist, wird da im Jontunheim Dac nichts mehr passieren oder?

Benutzeravatar
Firschi
Moderator
Moderator
Beiträge: 1753
Registriert: So 2. Okt 2016, 19:33

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon Firschi » Sa 30. Dez 2017, 17:41

Gerne doch, Dieter. Der Jotunheim ist meiner Meinung nach ein ausgezeichnetes Gerät :top:

Das mit zwei DACs in Reihe funktioniert nicht. Entweder du benutzt weiterhin deinen Raspberry und gehst von dort mit dem analogen Signal in den Cinch-Eingang des Jotunheim. Oder du verbindest das DAC Modul des Jotunheim mit deinem Quellgerät, das in diesem Fall ein Standard I2S Signal über USB liefern müsste.

Solltest du die erste Variante bevorzugen, könntest du den Jotunheim gleich ohne Balanced DAC Modul bestellen. Das Modul ist steckbar und kann ggf. nachgerüstet werden.

Benutzeravatar
hadisch
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 1215
Registriert: Sa 4. Mär 2017, 07:42
Wohnort: Eich

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon hadisch » Sa 30. Dez 2017, 17:54

Danke dir Dominik.
Der Jontunheim ist im Moment nur incl. Dac zu bekommen.
Habe es nicht eilig und werde noch etwas warten.
Habe auch noch den Auralic Taurus MK ll in der näheren Auswahl. (keine Messungen gefunden)
Kostet aber das dreifache des Schiit.
Sowie den Audiovalve Luminare,(auch keine Messung gefunden) dessen Vorzüge - Stax Betrieb möglich auch OTL für die restlichen KH.
Sehr interessant das Gerät nur kostet er das 6fache vom Schiit.
Er kommt für mich auch nur in Frage, wenn ich den T1 verkaufen kann. :opa:

Benutzeravatar
cyfer
Mitglied
Beiträge: 67
Registriert: Fr 23. Jun 2017, 14:01

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon cyfer » Sa 30. Dez 2017, 18:12

Da ja anscheinend ein starker Kopfhörerverstärker gesucht wird, warum nichts von Violectric oder Lake People? Der G109-P liefert z.B. 2.3W an 50 Ohm,

Benutzeravatar
bartzky
Mitglied
Beiträge: 81
Registriert: Mi 10. Mai 2017, 15:13
Kontaktdaten:

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon bartzky » Sa 30. Dez 2017, 19:28

Firschi hat geschrieben:Jetzt aber zum HE-6 und dessen Leistungsbedarf :top:

Fand das gar nicht so off-topic - ging ja darum herauszufinden inwieweit der ADI einen HE6 antreiben kann :bä:

s0nic hat geschrieben:
bartzky hat geschrieben:1 Watt am HE6 wären übrigens 106,8 dB SPL Peak. 4 Watt wären übrigens gerade mal popelige 6 dB mehr

wenn +10 dB für ungefähr den doppelten Lautstärkeeindruck sorgen, sind +6 dB doch nicht popelig ?

Popelig, da die 4-fache Leistung den Hörer gerade einmal subjektiv 1,5-fach lauter spielen lässt. Das ist ein Zusammenhang, der häufig vergessen wird. Auf dem Papier suggerieren 4 Watt anstatt 1 Watt deutlichst mehr Lautstärke - ist aber nicht so :opa:


Die "Messungen" auf Headfi sind ganz interessant. Da wird offensichtlich einfach irgendwas gemessen, hauptsächlich um die eigene Meinung zu untermauern. Ob da korrekt gemessen wird ist in dem Zusammenhang bestenfalls zweitrangig scheint es :kilroy:

Besonders interessant finde ich diesen Post. Die Anzeige des Yamaha zeigt erstaunliche 24,2 W, was mit dem HE6 über 120 dB SPL ergeben würde. Jetzt würde ich aber direkt vermuten, dass sich die Leistung die der Yamaha angibt, auf 8 Ohm bezieht, was einen auf ca. 112,7 dB SPL mit dem HE6 bringen würde. Denn die Messung mit dem SPL Meter zeigt 94 dB SPL bei -20dBFS, also maximal 114 dB SPL bei voller Aussteuerung, was die maximale Lautstärke bei der Konstellation entsprechend deckeln würde. So sind die 112,7 dB deutlich plausibler als 120 dB. (Trotzdem ist die Messung mit dem SPL Meter ist natürlich bestenfalls provisorisch.)
Die anderen beiden Herrschaften mit ihren ebenfalls wenig professionellen Messungen kämen auf ca. 118 und 117 dB SPL. Wobei hier auch fraglich ist, ob das Multimeter auch bei Musik den korrekten RMS Wert anzeigen kann und was genau die Anzeige des McIntosh angezeigt hat.
Der Auralic Tauros sollte es laut Specs auf knapp 112 dB SPL bringen. Die Quintessenz aus der "Fachsimpelei" auf Headfi und OE wären im Mittel 115 dB SPL für Dynamikspitzen. Das ist zwar wirklich sehr laut, aber eine noch plausible Forderung. 105 dB bis 115 dB SPL sind keine unüblichen Größen, die man in dem Zusammenhang häufiger mal als Forderungen hört.

Noch etwas dazu wie sich solche Forderungen begründen:
Bob Katz schlägt beispielsweise als durchaus lauten Studio-Pegel 83 dB SPL Average vor. Das ist zwar laut, kann man aber über eine ausreichende Zeit hören. Jetzt ist natürlich die Frage wie laut einzelne Peaks werden können, um eine entsprechende Forderung für den benötigten Spitzenpegel zu formulieren. Ein pessimistischer Ansatz wäre zu sagen, dass der Average Pegel 23 dB unterhalb des Peak Pegels liegt. Der R128 Algorithmus normalisiert beispielweise auf diese -23 dBFS Average. Die meisten Stücke werden durch R128 ganz ordentlich im Pegel abgesenkt (moderne Songs häufig 10 dB oder mehr). Der Peak Pegel ist zwangsweise bei 0 dBFS gedeckelt, also im schlimmsten Fall 23 dB lauter, meistens sicher deutlich leiser. Basierend auf den 83 dB SPL Average landet man bei 106 dB SPL für Peaks - im schlimmsten Fall. Somit lassen sich Forderungen von über 105 dB SPL schon nachvollziehen. Wobei 115 dB SPL, wie schon erwähnt, eine sehr hohe Forderung ist.

Um herauszufinden, was der ADI-2 Pro letztendlich sauber schafft, habe ich mal ein paar Messungen gemacht. Wobei man bedenken sollte, dass ich hier die Leistung gemessen habe, die der ADI kontinuierlich, also dauerhaft und nicht nur kurzfristig für einzelne Peaks bereitstellen kann. Möglicherweise kann er kurzfristig noch mehr bereitstellen.
Gemessen habe ich mit einer Last von 55 Ohm (4x 220 Ohm parallel) um den 50 Ohm des HE6 nahe zu kommen. Innerfidelity hat den HE6 mit 53 Ohm gemessen, von daher sollte das ungefähr passen. Besseres hatte ich auch leider nicht in meiner Kramkiste - sicherlich sind das keine High-End Widerstände. Der Messaufbau war mit einigen Kroko klemmen sicherlich auch etwas improvisiert. Mit etwas Optimierung bekommt man bestimmt noch schönere THD-Werte heraus.

Gemessen habe ich welche Spannung bzw. Leistung der ADI maximal in eine Last von 55 Ohm bringt in Abhängigkeit der THD @ 1 kHz. Dafür habe ich kontinuierlich THD gemessen, während ich den Pegel des ADI schrittweise erhöht habe. Gelandet bin ich bei 7,82 V also ca. 1112 mW, was 107,7 dB SPL am HE6 bedeutet. Und das bei sage und schreibe 0,00028% THD, wie hier zu sehen:
55 Ohm (2).png
55 Ohm (2).png (125.76 KiB) 580 mal betrachtet


Im Klartext bedeutet das: Der Hifiman spielt bei 107,7 dB SPL und die Verzerrungen liegen bei bei -3,3 dB SPL! Also unterhalb der Hörschwelle und absolut nicht hörbar!

Für die Messung im Symmetrischen Betrieb habe ich gerade die entsprechenden Kabel nicht zur Hand. Zu erwarten ist, dass die Ergebnisse 6 dB oberhalb der unsymmetrischen liegen, also bei ca. 113,7 dB SPL mit dem HE6, also oberhalb des Tauros! Wobei unklar ist, ob den Hersteller-Specs des Tauros zu trauen ist.

hadisch hat geschrieben:Zum Schiit Jontunheim habe ich Messungen gefunden.
Laut Hersteller soll er den He 6 antreiben können.

Aus den Specs von Shiit errechnen sich 105,9 und 111,6 dB SPL SE und BAL am HE6. Also leiser als der ADI-2 Pro! Wobei unklar ist, wie hoch die Verzerrungen bei Spitzenpegel sind. Shiit spezifiziert 0,001 % THD bei 1 V ohne Angabe einer Last. Selbst dieser Wert zeigt schon 11 dB lautere Verzerrungen als der ADI belastet und unter Volldampf von sich gibt. Bei den über 6 V, die an den HE6 gehen, wird der Wert des Shiit garantiert schlechter sein.

hadisch hat geschrieben:http://www.superbestaudiofriends.org/in ... ents.2822/

Anfangen kann ich mit den Messungen nicht viel.

Schöner sind eigentlich diese Messungen von einem anderen User: http://www.superbestaudiofriends.org/index.php?threads/jotunheim-technical-measurements.2760/

Für dich ist die Aussagekraft allerdings nicht sehr hoch, weil bei 0dBu (0,775 V) an 30 und 300 Ohm gemessen wurde. Für dich ist interessant, was das Gerät an ca. 50 Ohm voll aufgedreht tut :bier:

Benutzeravatar
Firschi
Moderator
Moderator
Beiträge: 1753
Registriert: So 2. Okt 2016, 19:33

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon Firschi » Sa 30. Dez 2017, 23:18

Der Niklas haut wieder die Messungen raus, stark :top:

Ich an Dieters Stelle wüsste auch jetzt nicht so richtig, wohin die Reise mit dem HE-6 gehen sollte. Im Großen und Ganzen kann man wohl sagen, dass der ADI-2 Pro dem Jotunheim in vielerlei Hinsicht überlegen ist - aber auch ca. das Dreifache kostet. Die Qual der Wahl, wie so oft.

Vielleicht doch mal einen Vollverstärker testen?

Benutzeravatar
hadisch
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 1215
Registriert: Sa 4. Mär 2017, 07:42
Wohnort: Eich

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon hadisch » So 31. Dez 2017, 04:30

Genau so sieht es aus Dominik.

Benutzeravatar
Robodoc
Moderator
Moderator
Beiträge: 1141
Registriert: Fr 30. Sep 2016, 15:56

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon Robodoc » So 31. Dez 2017, 11:01

Dieter, komm doch einfach nach Krefeld und bring u.a. den HE-6 mit. Unser ADI-2 Pro ist da, Dieter Mallach, Norbert Lehmann, Jan Meier und Fried Reim sind ebenso angekündigt. Dann weißt du Bescheid. Sonst nimmt das Geeiere um Kennlinien, Klirr und Dezibel kein Ende.

Was aus meiner Sicht für dich für die Meier'schen Verstärker und den RME spricht, sind die klangbeeinflussenden Elemente FF, Loudness, Crossfeed, PEQ etc. Du kommst ja bekanntlich nicht mit allzu vielen Hörern klar. Dem auf den Grund zu gehen, wird dir mit diesen Geräten sicherlich leichter fallen als mit einem puristischem Leise-Rein-Verdammt-Laut-Raus-Verstärker.
Was nutzt der reine edle Hifigedanke, wenn dir das Ergebnis nicht zusagt?

Benutzeravatar
hadisch
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 1215
Registriert: Sa 4. Mär 2017, 07:42
Wohnort: Eich

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon hadisch » So 31. Dez 2017, 14:06

. Sonst nimmt das Geeiere um Kennlinien, Klirr und Dezibel kein Ende.

Hallo Hans,

Ich war eh schon durch.
Verstehe von dem Kram nur Bahnhof.
Habe resigniert, zu oft habe ich gelesen der Verstärker kann gut mit diesem einen KHV.
Der Verstärker kann mit dem KH nicht aber mit dem usw.
Ich mag das nicht mehr lesen.
Ich mache dies nun so wie du geschrieben hast, bestelle ihn dir und teste.
Ist eh nur noch der ADI pro, Taurus MK ll und der Luminare übrig.

Oder, was mir auch schon durch den Kopf gegangen ist, ich lasse alles wie es ist und lebe damit.
Irgendwann ist mal gut. :opa:

Ob ich zur Audiovista kommen kann, weiß ich erst wieder ein paar Tage vorher, im Moment sieht es aber so aus,dass eher nicht.

s0nic
Mitglied
Beiträge: 52
Registriert: Do 16. Nov 2017, 17:45

Re: [Diskussion] Leistungsbedarf eines Hifiman HE-6

Beitragvon s0nic » So 31. Dez 2017, 14:35

Ich mag das nicht mehr lesen.
Aber Du fragst doch danach. Und ich finde die Diskussion völlig ok, denn davon leben Foren. Welche Schlüsse man letztlich daraus zieht, bleibt Jedem unbenommen. Mich hat das unterm Strich eigentlich immer inspiriert, mir manchmal sogar geholfen. Ohne dem hätte ich den HE6 nach kürzester Zeit weitergegeben, an "kleinen" KHVs klingt er _für_mich_ einfach nicht so, wie er kann. Messungen hin oder her.


Zurück zu „Verstärker“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste